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Drahtseilbahn

Wenigen Dortmunder Heimatforscher sind sie noch bekannt: Drahtseilbahnen. Wer aufmerksam alte Dortmunder Stadtpläne studiert, findet beim genauerem Hinsehen in den Plänen von z.B. 1913 die eingezeichnete Streckenführung.

Man sollte meinen, dass dies ein sehr seltenes Relikt ist und doch gehörten sie Anfang des 19. Jahrhunderts zum normalen Dortmunder Stadt- und Landschaftsbild.

Drahtseilbahnen dienten dem Zweck, mehrere Zechenanlagen oberirdisch zu verbinden. Somit konnten Anlagenteile, wie die Kokereien mit hoher Kapazität, mit Kohskohle versorgt und ausgelastet werden.

Es wurde damit aber auch Haldenmaterial zum Verfüllen von ausgekohlten Abbauholräumen zu andern Zechen gebracht.

Zum Schutz vor eventuell herabfallender Kokskohle wurden an Straßen-, Gleisüberführungen und an den Stationen Schutzbrücken/-Netze errichtet.

In den nachfolgenden Broschüren hat der Dortmunder Heimatforscher Peter Kocbeck zahlreiche Informationen, Bilder und Pläne der verschiedenen Streckenführungen zusammen getragen.

 



 Kleine Schriftenreihe_Peter Kocbeck_ Band 1_Die Seilbahnverbindung der Zechen Kurl und Gneisenau

















Im Jahre 1929 wurde diese Seilbahn von Do-Kurl in Richtung von Do-Scharnhorst von der Kölner Firma Pohlig gebaut und war bis zur Stilllegung der Zeche Kurl I + II am 15. 06.1931 in Betrieb. Der Abriss erfolgte 1934.

Die Drahtseilbahn Zeche Kurl I + II versorgte nach der Schließung der eigenen Kokerei im Jahre 1928 die Kokereien der Zechen Scharnhost in Do-Scharnhorst und später auch die der Zeche Gneisenau in Do-Derne mit Kokskohle.

Das Titelbild zeigt den Überrest der Seilbahn-Spannstation in Do-Scharnhorst.

Seilbahntyp: Zweiseilbahn mit Vierradlaufwerk (Oberseilklemmappart)
Seilbahnlänge: 5340, mit 52 über die Strecke verteilte Stützen
Förderleistung: 133 t/Std. mit 148 Wagen, je Wagenfüllung = 900 kg



 



 

Kleine Schriftenreihe_Peter Kocbeck_Band 2_Die Seilbahnverbindung der Zechen Schleswig und Kurl             

Am 11.02.1904 durch die Harpener Bergbau AG Dortmund bestellt, versorgte die Zeche Schleswig in Neu-Asseln über eine Drahtseilbahn die Zeche Kurl I + II mit Haldenbergen zur Verfüllung seiner ausgekohlten Abbauhohlräume. 

Auch nach der Stilllegung der Zeche Schleswig im Jahre 1925 war die Seilbahnanlage noch eine Zeit in Betrieb und förderte Halde nach Kurl. 

Das Foto der Titelseite zeigt ein Stützenfundament der Seilbahn von Neu-Asseln nach Kurl an der Hollandstraße.

Seilbahnlänge: 4610 Meter
Förderleistung: 170 t



Kleine Schriftenreihe_Peter Kocbeck_Band 3_Die Seilbahnverbindung der Zechen Schleswig und Scharnhorst

Gebaut im Jahre 1907 (Montiert durch die Dortmunder Firma Klönne) verband die Drahtseilbahn die Zechen Schleswig und Scharnhost.

Die Seilbahn versorgte den Schacht I der Zeche Geneisenau in Do-Scharnhorst mit Haldenbergen zur Verfüllung seiner ausgekohlten Abbauhohlräume.

Die Strecke war auch nach der Schließung der Zeche Schleswig (15.12.1925) noch eine gewisse Zeit lang in Betrieb.

Die Seilbahn hatte eine Gesamtlänge von ca. 3,8 km

Das Titelfoto zeigt einen Zeppelin über der Seilbahnstrecke in der Nähe des ehem. Flughafen Brackel (10.08.1930)




Kleine Schriftenreihe_Peter Kocbeck_Band 4_Die Seilbahnverbindung der Zechen Scharnhorst und Geneisenau


Gebaut im Jahre 1928 von der Kölner Firma Pohlig war die Anlage bis zur Einstellung der Tagesförderung auf der Zeche Scharnhorst am 01.02.1931 in Betrieb. Nach der Zechenstilllegung wurde die Anlage kurze Zeit später auch abgerissen.

Die Drahtseilbahn von der Zeche Scharnhorst versorgte nach der Schließung der eignen Kokerei im Jahre 1927 die Zeche Gneisenau in Do-Derne mit Kokskohle.

Die Seilbahn bestand aus drei Teilstücken:

Beladestation Zeche Scharnhorst zur Winkelstation I (Karmsche Heide)
Winkelstation I zur Winkelstation II (Derne)
Winkelstation II zum Hochbunker der Kokerei Geneisenau

Seilbahntyp: Zweiseilbahn mit Vierradlaufwerk (Oberseilklemmaparat)
Seillänge: 2960, mit 27 über die Strecke verteilte Stützen
Förderleistung: 125 t/Std. mit 156 Wagen, je Wagenfüllung = 800 kg



Kleine Schriftenreihe_Peter Kocbeck_Band  5_der Seilbahnverbund der Zeche Kaiser Friedrich

Die ca. 1913 fertig gestellte Drahtseilbahn diente zum Transport von Koks und Kohle von den Zechen Kaiser Friedrich, Glückauf-Tiefbau und Tremonia zur Union hin und von Schlacke nach Zeche Kaiser Friedrich zurück.

Sie führt in gerade Linie von Zeche Kaiser Friedrich zur Centralstation an der Union. Die beiden Zechen Glückauf-Tiefbau und Tremonia werden je mit einer Stichbahn angeschlossen.

Nebenlinie 1: Strecke Zeche Glückauf Tiefbau - Anschlussstation I

Interessanter Weise existierten dort noch zwei weitere Drahtseilbahnen. Sie verliefen von der Zeche Glückauf Tiefbau / Schacht Giesbert zur westlich gelegenen Zeche Glückauf Tiefbau / Schacht Gotthelf hin und von da aus zur Halde.

Nebenlinie 2: Strecke Dortmunder Feld / Tremonia

Die Länge der Seilbahnanlage beträgt:
a) von Zeche Friedrich bis Union rund 4950 Meter
b) von Glückauf-Tiefbau bis Anschlussstation I rund 570 Meter
c) von Tremonia bis Anschlussstation II rund 565 Meter



Kleine Schriftenreihe_Peter Kocbeck_Band 9_ Die Zeche Kurl I - II


1904, die Zeche bekommt Haldenberge zur Hohlraumverfüllung über eine Seilbahn von der Zeche Schleswig in Neu-Asseln.

1930/31, eine zweite Seilbahn von Kurl versorgte die Kokerei von Gneisenau mit Kokskohle.

Die Titelseite zeigt einen Lageplan der ehem. Zeche Kurl an der Husener Straße.



Kleine Schriftenreihe_Peter Kocbeck_Band 9_ Die Zeche Kurl I - II

1904, die Zeche bekommt Haldenberge zur Hohlraumverfüllung über eine Seilbahn von der Zeche Schleswig in Neu-Asseln.

1930/31, eine zweite Seilbahn von Kurl versorgte die Kokerei von Gneisenau mit Kokskohle.

Die Titelseite zeigt einen Lageplan der ehem. Zeche Kurl an der Husener Straße.



Quelle: Kurze Schriftenreihe - Peter Kocbeck / Titel siehe Abbildungen


Wir danken Herrn Kocbeck für die freundliche Bereitstellung der oben aufgeführten Daten.

Alle Rechte liegen beim Autor. Nachdruck und weitere Veröffentlichungen sind nicht gestattet.

Bestellung:

Die Broschüren können gegen eine Schutzgebühr unter folgender Adresse bestellt werden:

Peter Kocbeck
Fohlenkampstr. 34
44139 Dortmund

Telefon 0231 / 28 16 56

Email: PKockbeck@web.de

Schutzgebühr: 5 Euro je Broschüre zuzgl. Portokosten / Selbstabholung nach telef. Anmeldung möglich

In Vorbereitung:
weitere Broschüren sind in Vorbereitung (Bände VI, VII und VII)